Die letzten 2 Flüge

Das Gepäck ist aufgegeben. Wir würden es erst in Zürich wiedersehen. Mit den Bordkarten für Kapstadt-Johannesburg und Johannesburg-Zürich in Taschen sitzen wir am Airport und warten darauf in das Flugzeug zu steigen.

Wir sind so gut wie zurück, es trennen uns nur noch knapp 10’000 km von der guten alten Heimat.

Also: bis dann!

Liebe Grüsse

Sabrina und Thomas

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Zum Schluss noch ein paar Zahlen

Gefahrene Kilometer:
Namibia: ca. 5000 km
Südafrika: ca 2000 km

Besuchte Länder im Süden Afrikas: 4

Anzahl Flüge: 9 (ZRH-FRA, FRA-JNB, JNB-WDH, LVI-JNB, (JNB-LVI, LVI-JNB ungeplant), JNB-PLZ, CPT-JNB, JNB-ZRH)

Kosten: Das erzählen wir euch nicht! 🙂 Wenn es aber jemand zwecks eigener Reiseplanung wissen muss, geben wir gerne Auskunft

Geknipste Bilder: 2000

Geschriebene Reiseberichte: 25

Anzahl Überfälle und Beraubungen: 0 (abgesehen vom Haarfön, der uns irgendwo abhanden gekommen ist)

Wundervolle Momente, tolle Naturspektakel, wunderschöne Tiere, genossene Gin Tonics (nur zur Malaria-Prophylaxe!), Stunden strahlender Sonnenschein, sintflutartige Regengüsse: UNZÄHLIGE

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Kapstadt und Umgebung (20.-27.02.2012)

An der Atlantikküste im Südwesten von Südafrika gibt es sehr vieles zu sehen. Somerset West ist ein geeigneter Ort, von wo aus wir rasch überall hin kamen. Am ersten Tag starteten wir von der 7th heaven lodge in Richtung Westen. Genauer gesagt an den westlichsten Punkt des Afrikanischen Kontinent: das Kap der guten Hoffnung.

Unser Frühstück nahmen wir im Olympia-Café in Kalk Bay ein. Dieser tolle Laden wurde uns von unseren Gastgebern empfohlen und es hat sich echt gelohnt. Die süßen Gebäcke sind wunderbar. Von dort aus ging es weiter nach Simons Town zum Scratch Patch. Das ist ein großes Geschäft, in dem man (respektive frau) eine große Auswahl an Halbedelsteinen findet. Es gibt die Möglichkeit, einzelne Steine in Kübeln zu sammeln oder fertige Produkte, bestehend aus verschiedensten, schönen Steinen, zu ersteigern. Auf jeden Fall ein Ort zum Verweilen und Geld-Ausgeben…

Nachdem wir uns ordentlich mit Mitbringseln eingedeckt haben, fuhren wir der Küste entlang weiter und kamen an einen Ort, wo es Pinguine zu sehen gibt. Der Park ist entlang des Wassers gebaut und wir genossen die Stille trotz der Nähe zur Großstadt.

Während der Fahrt innerhalb des Kap-Naturschutzgebietes liefen Paviane über die Strasse, die für viele Autofahrer, die noch nicht so lange auf diesem wundervollen Teil der Erde sind, ein Grund zum Bremsen sind – mitten auf der Strasse… Am Kap angekommen erklimmen wir einige Treppen um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Die Aussicht ist super, kommt aber nicht ganz an die Aussicht von den Klippen des Robberg’s heran. Es gibt auch noch Restaurants, die relativ gut mit dem großen Touristenandrang klarkommen. Apropos Touristen: der ruhige Urlaub war mit dem Erreichen dieser Gegend natürlich passé.

Vom Kap aus ging es nach Kapstadt, entlang des legendären, wirklich atemberaubenden Chapman’s Peak Drive. Das ist eine tolle Strasse entlang des Atlantiks, von der aus man an vielen Stellen einen tollen Blick über die Wellen des Ozeans genießt.

Der erste Tag endete in einem guten Restaurant am Atlantik in der Gordons Bay, unweit von der Lodge entfernt. Wir haben viele tolle Dinge gesehen und waren entsprecht reif für ein bisschen Erholung. Und die Erholung begann hier mit dem Sonnenuntergang.

In Kapstadt parkten wir unser Auto bei der Victoria and Alfred Waterfront. Gleich daneben befindet sich das Aquarium, in dem verschiedensten größere und kleinere Fische und viele andere Wasser-Lebewesen bestaunt werden können. Die Tiere sind fantastisch und die Ausstellungen sind sehr informativ und spannend. Danach ging es auf eine Sightseeing-Tour durch die Stadt. Wir machten einen Stopp inmitten der City und spazierten mit knurrenden Bäuchen durch den Company’s Garden, der grünen Oase Kapstadt’s. Anschließend besuchten wir die Kunst Galerie, in der tolle Gemälde und Skulpturen ausgestellt waren. Der Hunger wurde immer größer und deshalb suchten wir, zurück im Stadtzentrum, den nächsten Mc Donald’s auf. Die leckere Verpflegung war rasch vernichtet und so ging es weiter mit dem Doppelstock-Bus (genau die selben wie in London) durch Kapstadt’s Edel- und Armen-Viertel. Auch an der Talstation der Seilbahn auf den Tafelberg machten wir Halt. Das Wetter war jedoch so schlecht, dass wir keine 10 Meter weit sehen konnten. Wir beschlossen, dass wir wegen des dicken Nebels nicht hochfahren. So fuhren wir auf der anderen Seite wieder abwärts Richtung Camps Bay. In den meisten Stadtführer ist zu lesen, dass dies der Ort um zu sehen und gesehen werden. Das stimmt absolut. Vor lauter joggenden Leuten, dunklen Sonnenbrillen und knappen Röcken sieht man die Menschen fast nicht mehr; nicht nur weil man(n) etwas abgelenkt ist…

Am Abend speisten wir im Happy Oysters, erneut in Gordons Bay. Mittlerweile hat sich Sabrinas Magen erholt und so genossen wir das Europäisch angehauchte, südafrikanische Essen.

Am Tag darauf sind wir erneut nach Kapstadt. Wir fuhren einen Umweg um zuerst nochmals im Olympia Café zu frühstücken. Wir hatten etwas länger geschlafen, so dass auf den großen Tafeln bereits die Mittagessen-Variationen beschrieben waren. Schoggi-Gipfel und Smoothies gab’s trotzdem. Die letzte Fahrt zur Robben Island haben wir leider verpasst. Wir haben uns viel Zeit unterwegs und beim Schlendern durch die Souvenir-Geschäfte gelassen. Besonders in der an das Aquarium angrenzenden Halle haben wir viel Zeit und etwas Kleingeld liegen gelassen. Man stelle sich vor: eine große Ausstellungshalle randvoll mit Ständen, an denen es von kleinen Reise-Andenken bis zu großen, teuren, kunstvollen Gemälden afrikanischer Sujets alles zu kaufen gibt.

Nach diesem Shopping-Tag besuchten wir das Kino. Der Film war gut; das extrem salzige Popcorn gewöhnungsbedürftig. Man kauft es „plain“, also ohne etwas und wählt dann den Geschmack aus. Wir entschieden uns für normales Salz und da wir zwei große Kübel Popcorn hatten, streuten wir auch das ganze Salz drüber. Sabrinas Zunge tat nach 2 Tagen noch weh…

Am nächsten Tag wechselten wir unsere Unterkunft zum letzten Mal hier in Südafrika. Wir fuhren zuerst Richtung Osten nach Hermanus. Von hier aus sieht man mit etwas Glück zu einer bestimmten Jahreszeit Wale. Leider ist die Walsaison schon vorüber und wir mussten uns mit köstlichen Salaten in einem sensationellen Restaurant direkt an der Atlantikküste in Hermanus begnügen. Danach fuhren wir weiter nach Stellenbosch, wo wir etwas außerhalb das Orangeville Gästehaus antrafen und ein großes Zimmer in Beschlag nahmen. Das „große Zimmer“ besteht aus Eingang, kleinem Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer. Hier lässt es sich leben. 🙂

Auf dem Sofa legten wir unsere Souvenirs aus um einen Überblick über die Andenken zu bekommen. In den mittlerweile beinahe acht Wochen haben wir einiges erstanden; und irgendwie muss das dann in den Koffertaschen und/oder dem Handgepäck verstaut werden.

Wir liessen die Einpack-Sorgen beiseite und genossen den Rest des Tages bei herrlichem Sonnenschein am Pool. Am Abend dinierten wir im „Le Pommier“, ca. 500 Meter vom Gästehaus entfernt.

Am zweitletzten Tag besichtigten wir das wunderschöne, malerische Städtchen Franschhoek. Wir besuchten das Hugenotten-Monument und genossen Eiscreme. Unser Lunch bestand, so hat sich das Temperatur-bedingt eingependelt, aus frischen Salaten. Den Abend verbrachten wir nach einem kurzen Abkühlen im Pool in Stellenbosch, der zweit-ältesten Stadt des Landes. Nach den leckeren Cocktails in der Cubana-Bar ließen wir uns unser Abendessen im Wijnhuis schmecken. Linguine mit Zucchetti und Gamberetti für Sabrina, Springbock mit Gemüse und Kartoffeln für mich… Einfach lecker!

Den letzten Tag, soviel war klar, verbrachten wir beim Gästehaus am Pool. Bei lockeren 30 Grad und Wolken-losem Himmel genossen wir die Ruhe, den Pool die Liegestühle, das Nichts-Tun und das Herumliegen.

Wir grüssen euch – zum letzten mal aus unserem 2-monatigen Urlaub im Süden Afrikas – ganz herzlich und freuen uns auf ein Wiedersehen in der schönen Schweiz

Sabrina und Thomas

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Garden Route Teil 2 (18.-20.02.2012)

Die Tiere haben wir hinter uns gelassen. Wir nähern uns Kapstadt und damit dem modernen, hektischen und europäischen Teil Südafrikas. Auf dem Weg ans Kap der guten Hoffnung fahren wir entlang dutzender Weinanbau-Gebiete. Es gibt unzählige kleinere, mittlere und größere Produzenten. Viele Bauern fahren mit ihren Traktoren in langen Schlangen hintereinander zu den Annahmestellen der frisch geernteten Trauben.

Swartbergpass, Prince Albert, Ashton, Robertson

Von Oudtshoorn aus fuhren wir über den legendären Swartbergpass. Swartberg ist Africaans und bedeutet „schwarzer Berg“, was wörtlich beinahe der Realität entspricht. Im Gegensatz zu unseren Pässen in der Schweiz, besteht dieser Pass nur aus Schotter und Sand. Wir wünschten uns unseren Nissan Offroader, den wir in Namibia fahren konnten, zurück, da im Toyota Corolla jede Unebenheit dieser tollen Passstrasse überdeutlich zu spüren war. Trotzdem: es war phänomenal und wir genossen die Aussicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit und sahen auf Passhöhe sogar noch Murmeli. Vielleicht waren’s auch andere Tierchen. Zumindest waren sie gut genährt…

Im malerischen Städtchen Prins Albert (Africaans-geschrieben) hielten wir an um in einem netten Café zu rasten. Die nette Kellnerin fragte uns, als wir nur cool drinks bestellten, ob wir am Markt gewesen seien, denn alle Gäste hätten deshalb nur Durst und würden leider nichts zu essen bestellen. Wir erklärten ihr, dass wir zwar nicht am Markt gewesen seien – ob er noch geöffnet und wo er zu finden sei? – aber erst vor 2 Stunden unser Frühstück eingenommen hätten. Der Markt wurde leider in diesem Moment geschlossen. Wir beschlossen, noch ein paar Souvenirs im Café zu ersteigern und fuhren weiter.

Der Weg zu unserem nächsten Ziel führte über zwei weitere Pässe. Diese sind nicht mit dem Swartbergpass zu vergleichen und führen über nicht mal 1000 Meter hohe Berge. In Ashton angekommen machten wir uns sogleich auf die Suche nach der nächsten Bleibe. Wir hatten Tags davor im Weingut Excelsior – zwischen Ashton und Robertson gelegen – reserviert und staunten, dort angekommen, über das prachtvolle Anwesen, das wunderschöne Herrenhaus und über den tollen Pool. Wir konnten nicht anders: gleich nachdem die Koffer im Zimmer waren, fragten wir die Managerin, ob wir statt nur einer, zwei Nächte bleiben können. An dieser Stelle müssen wir erwähnen, dass wir bisher in keinem Gästehaus oder Hotel in Südafrika, mit Ausnahme des ersten Hotels in Port Elizabeth und natürlich der Buffelsdrift game lodge, die normalen Preise bezahlt haben. Wir reisen mit TDM-Pässen, welche nicht von allen Unterkünften akzeptiert werden. Es steht ihnen zudem frei, diese Pässe nicht zu akzeptieren, wenn sie ihre Zimmer an „Normal-Zahler“ vermieten können. In diesem Fall durften wir zum Glück eine zweite Nacht bleiben.

Wir genossen noch ein wenig den Pool mit Blick auf das Excelsior Weingut und nahmen dann am Dinner teil. Das 3-Gänge-Menü wird luxuriös serviert, die Gäste sind angehalten, sich selbst mit verschiedenen Weinen zu bedienen. Es war fantastisch und super lecker!

Am nächsten Morgen unternahmen wir einen kleinen Spaziergang. Carin, die Managerin, mahnte uns zur Vorsicht wegen den Schlangen und gab uns ihre Karte mit ihrer Telefonnummer mit. Wir wären nicht die ersten, die zwischen den Weinreben die Orientierung verloren hätten. Ganz so schlimm war es dann nicht, aber wir waren froh, als wir etwa drei Stunden später zurück zum Gästehaus fanden. Kurz zuvor meinte Sabrina, sie laufe noch bis zum nächsten schattigen Plätzchen und dann müsse irgend jemand sie dort abholen kommen; und wenn’s ein Taxi aus Kapstadt sein muss… Unterwegs kehrten wir im Christina’s Restaurant beim Weingut Van Loveren ein. Zum leckeren Cesar Salad gab es für Sabrina gekühlte Cola und für mich feinen Cabernet Sauvignon. Den Rest des Tages verbrachten wir am Pool im Schatten. Die Sonne brannte pausenlos vom Himmel herunter und während meiner Jogging-Tour vor dem Abendessen musste ich mehrmals ein paar Schritte gehen um nicht umzufallen. Es war trotzdem herrlich: links und rechts Weinreben, immer wieder kläffende Hunde die ihre Häuser und Besitzer zu verteidigen meinen, der Sonnenuntergang und die grünen Hügel rundherum.

Somerset West

Unsere Weiterfahrt führte uns nicht wie geplant nach Paarl, sondern nach Somerset West. Wir umfuhren damit die restliche Weinroute um direkt an die Atlantik-Küste und in die Nähe von Kapstadt zu kommen. Wir nahmen uns vor, die restliche Weinroute in einem Tagesausflug von hier aus zu starten. Doch zuerst erholte sich Sabrina im kühlen Bungalow während ich mir vom deutschen, seit 10 Jahren hier lebenden Besitzerpaar Ausflugstipps geben ließ.

Wir grüssen euch ganz herzlich

Sabrina und Thomas

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Buffelsdrift game lodge in Oudtshoorn (16.-18.02.2012)

Das Klischee ist nicht ganz verkehrt. Die Farbigen in Südafrika stammen größtenteils aus Nordafrika. Wenn ein Artikel an der Kasse im Supermarkt nicht gleich per Scan erkannt werden kann, wird sofort dem Supervisor gerufen. Ist der Supervisor beim Dinner (zu Deutsch/Französisch: chef de service) nicht immer anwesend, werden gebrauchte Tische erst abgeräumt wenn kein Gedeck für neue Gäste mehr zur Verfügung steht oder das Geschirr ausgeht. Ich bitte um Verzeihung, dass ich damit zu Unrecht alle in denselben Topf werfe…

Ein wenig Afrika gab es am zweiten Tag als die Haupt-Wasserleitung die gesamte Anlage für einige Stunden trockenlegte. Der Betrieb funktionierte dennoch und das super feine Dinner wurde trotz Wassermangel serviert.

Die Buffelsdrift lodge ist relativ neu. Die Luxus-Zelte und das Haupthaus sind um ein großes Wasserloch gebaut. Dies ergibt abends mit der untergehenden Sonne und kombiniert mit der tollen Beleuchtung ein großartiges Bild. Wenn es dann dunkel ist, sieht man die Milchstrasse und einen wunderschönen Sternenhimmel.

Hier werden game drives, Pferde-Safaris sowie Elefanten-Reiten angeboten. Die Ranger sind sehr zuvorkommend und gehen auf jede Frage ein. Nachdem wir gefragt wurden, was wir auf unserer Reise schon gemacht und welchen Tieren wir begegnet sind, wurde das Programm gleich etwas angepasst: statt game drive (durch das 3000 Hektar große Natur Reservat fahren und die größeren Tiere suchen) unternahmen wir eine bush safari. Am Abend ließ sich unsere Fahrerin mehr Zeit; so sahen wir die Hippos erst, als es zu dunkel für Fotos und es uns zu kalt auf dem Land Rover wurde. Am nächsten Morgen sahen wir dann umso mehr Tiere: Niala’s, Springböcke, Waterbuck’s und Eland’s (alles Antilopen, der Größe nach aufsteigend) sowie das white rhino (Breitmaul-Nashorn), welches in Sambia und Botswana wegen zu großer Gefahr von Wilderung nicht mehr anzutreffen ist, mountain zebras, Gnu’s, Giraffen, Hasen, Erdmännchen (Meerkats) und Furcht-einflössende Büffel und vieles mehr.

Wir grüssen herzlich

Sabrina & Thomas

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Garden Route Teil 1 (09.-16.02.2012)

Wir durften in Johannesburg nach Südafrika einreisen. Und zwar ohne dass unsere Impf-Zertifikate wegen des dramatisch gefährlichen Gelbfiebers kontrolliert wurden…

Unser verlängerter Aufenthalt im Norden hat es uns ermöglicht, im Chobe Nationalpark in Botswana viele super Momente genießen zu dürfen. Wir hätten viel weniger direkten Kontakt mit Afrikanern und deren Lebensweise gehabt, wenn wir in Sambia nur die Vic Falls bestaunt und Tags darauf weitergeflogen wären. Es hat sich gelohnt, die Impfung zu spät zu machen – abgesehen vom monetären Zusatzaufwand (aber das ist auf einer solchen Reisen sowieso nicht so wichtig).

Wir waren Zeugen großer Freude und Euphorie als die Fussball-Nationalmannschaft Sambias zuerst den Viertel- und dann auch noch das Halbfinale des African Cup gewann. Leider waren wir dann bereits nach Südafrika weitergereist als wir erfuhren, dass Sambia das Finalei gegen die Elfenbeinküste nach einem Penaltyschiessen (8:7) gewonnen hatte. Die Stimmung in Sambia’s Städten wird ganz bestimmt unglaublich gewesen sein!

Port Elizabeth, Jeffreys Bay

Das zweite Flugzeug brachte uns weiter südlich an die Küste Südafrikas. In P.E. (so wird Port Elizabeth von den Einwohnern um Zeit zu sparen genannt; man richtet sich hier nämlich nach der relativ genauen Uhrzeit und nicht wie weiter im Norden nach dem Stand der Sonne) bezogen wir ein Lodge-Zimmer und gingen aus um Sabrinas Geburtstag gebührend mit einem feinen Diner zu feiern. Ihr war immer noch nicht ganz wohl und so vermieden wir es, mit alkoholischen Getränken anzustossen…

Am nächsten Morgen wurde unser neues Mietauto geliefert. Wir fuhren damit in die Stadt und gingen auf Shopping-Tour. Der Strand, an dem wir ausgiebig spazieren waren, hatte es in sich und wir entschieden, eine weitere Nacht hier zu verbringen. Wir fuhren westwärts, besuchten dabei noch kleinere Dörfer und mittelgroße Städte wie Jeffreys Bay, einem weltweit bekannten Surf-Gebiet. Dieser Ort besteht eigentlich aus Surf-Geschäften (Rip Curl, Billabong etc.).

St. Francis Bay, Oyster Bay

Den sicherlich wundervollen Leuchtturm bei St. Francis Cave links – respektive rechts – liegen gelassen, fuhren wir direkt an den Strand. Die Aussicht: sensationell. Aber das ist noch nicht alles. Unterwegs zur Oyster Bay kamen wir am Paradise Beach vorbei. Unvorstellbar und wie im Bilderbuch. Im Nachhinein würden wir noch feststellen, dass es der Küste entlang vieler solcher wunderschönen Orte gibt.

Die Oyster Bay Lodge mit vielen Hektaren Land war fantastisch. Sabrina hatte sogar die Idee, den Koch auf die weitere Reise mitzunehmen, da er es hinbekommen hatte, die Bouillon-Suppe – davon hat sich Sabrina in der letzten Zeit ernährt – toll zuzubereiten. Wir hatten das Glück, eines der Chalets zu bekommen. Wir blieben auch hier eine zusätzliche Nacht und genossen von unserem Bett aus den eingefeuerten Kamin. Tagsüber spazierten wir am über 3 km langen Privat-Sandstrand. Das dänische Besitzer-Paar hat da wirklich ein Juwel von Gaststätte aufgebaut!

Plettenberg Bay

Nachdem wir die etwas verborgene Lodge gefunden und uns abends vom Besitzer ein paar Tipps zu empfehlenswerten Diner-Locations haben geben lassen, genossen wir auf einer tollen Aussichtsplattform unser Abendessen. Am nächsten Tag unternahmen wir eine über fünf-stündige Wanderung um den Robberg (ursprünglich „Robben-Berg“). Für Sabrinas Gastrointestinaltrakt war das grad so grenzwertig. Wir genossen eine super-tolle, atemberaubende Aussicht. Unterwegs liefen wir an mehreren Robben-Kolonien vorbei. Wir hatten diesmal gefrühstückt aber der Gestank – obwohl sich die Tiere mind. 50 Meter unter uns an der Küste befanden – ist einfach übel. Diese Mal hat vor allem Sabrina darunter gelitten… Vorne am „the point“ angekommen, ist es, als ob man mitten im Ozean sitzt. Rundherum Wasser und Seelöwen. Leider haben wir weder Haie noch Wale gesehen.

Zum Abschluss mieteten wir uns ein kleines, 5 PS starkes Boot und „flitzten“ damit den Keurbooms River von der Mündung in den Indischen Ozean ins Landesinnere. Im Nationalpark respektive Naturreservat angekommen, verzehrten wir unseren mitgebrachten Lunch und genossen die Ruhe, das Ungestört-Sein, die Vogelgesänge und das dunkelrote, Eisen-haltige Wasser des Flusses. Einfach herrlich!

Montague, Knysna

Hier sind wir in einer großen Stadt entlang der Garden Route gelandet. Am Hafen genossen wir Eistee/Coke und schlenderten von Souvenir- zu Souvenir-Geschäft. Nachdem wir uns im Superspar mit Essbarem (Salat und Bananen haben sich als die für Sabrina verträglichste Kost herausgestellt) eingedeckt haben, genossen wir ein paar ruhige Momente im Nationalpark nördlich der Stadt. Die Sandpiste erinnerte uns an den Aufenthalt in Namibia. Nicht zum ersten Mal waren wir erstaunt, wieviel wir während dieser Reise bereits erlebt haben. Aber gerade während dieser ruhigen Momente unterhielten wir uns auch über das Zuhause, die lieben Menschen in der Schweiz, die wir mittlerweile doch ziemlich vermissen und natürlich auch unsere beiden Büsi’s.

Abends konnten wir ohne Sicherheitsbedenken durch die Stadt laufen und damit einen kurzen Verdauungsspaziergang nach dem italienischen Abendessen genießen.

Auch in Knysna blieben wir eine zweite Nacht und unternahmen Tags darauf einen ausgedehnten Strandspaziergang entlang der wundervollen, idyllischen Bucht. Knysna liegt dahinter in einer Lagune.

Unsere Reise führte uns weiter ins Landesinnere. Die Fahrt über den tollen Montague-Pass hat uns ein wenig an die Schweizer Alpen erinnert. Nur fehlt zu dieser Jahreszeit der Schnee… In Oudtshoorn genossen wir die Stille und die wundervolle Natur an einem super-schönen Wasserfall. Etwas abseits fanden wir dann auch unsere Bleibe für die nächsten drei Tage: die Buffelsdrift game lodge. Im nächsten Blog findet ihr somit wieder ein paar Tier- und Naturbilder.

Wir grüßen herzlich vom 30 Grad warmen, rund 10’000 km entfernten Südafrika

Sabrina & Thomas

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Livingstone zum Zweiten (02.-07.02.2012)

Zurück aus Botswana haben wir uns ein wenig mit der sambischen Gesellschaft auseinander gesetzt. Sambia nennt sich zurecht das Tor zu Afrika. Weiter südlich werden Chef-Posten durch Weiße besetzt, achtet man auf Kleidung, wird kontrolliertes Fleisch auf Europa-ähnliche Art zubereitet. In Sambia wurden wir von den allermeisten Einwohnern von Kopf bis Fuß gemustert. Obwohl das für uns nicht gilt, gehen sie davon aus, dass jeder Weiße einigermaßen reich sein muss. Um die Vic Falls zu bestaunen, im Royal Livingstone zu speisen oder einen Helikopterflug zu unternehmen muss man auch ziemlich tief in die Tasche greifen. Sambia ist bekannt dafür, dass sie mit relativ wenig Touristen (im Vergleich zu Namibia) einiges Geld umsetzen.

Wir haben uns ab und zu von Taxis chauffieren lassen und dabei Colin kennengelernt. Mit ihm haben wir eine Tour durch Livingstone unternommen. Er zeigte uns die Spitäler, Schulen, Kirchen und natürlich den großen Markt „Maramba“, in dem Alles von getrocknetem Fisch bis zu Lederschuhen eingekauft werden kann. Es ist wichtig, aber zu Beginn auch sehr schwierig, mit den Einwohnern klarzukommen. Sie möchten sofort wissen, wie es einem geht, woher man kommt, was im eigenen Land gegessen wird etc. Diese sehr offene und interessierte Art kann einschüchternd sein und da gilt es einfach, Hände zu schütteln, lächeln und die Freundlichkeit zu erwidern.

Ein weiteres Highlight war der tolle Spaziergang mit den beiden Löwen-Kids Damara und Dandy. Wir nahmen nachmittags am Lion Walk im Lion Encounter innerhalb des Nationalparks teil und genossen den sehr eindrücklichen Spaziergang mit den 15 Monate alten Tieren. Noch 3 Monate und es wäre zu gefährlich mit ihnen Spaziergänge zu unternehmen. Aber noch waren sie sehr verspielt, bevorzugten schattige Plätzchen und ließen sich gerne streicheln.

Sambias größtes Museum befindet sich in Livingstone. Keine Frage, natürlich haben wir es besucht… Es gab Ausstellungen zur Vergangenheit der hier lebenden Menschen sowie zur Kolonialzeit und Sklaverei. Dr. Livingstone, Missionar, Mediziner und Entdecker, gab der Stadt den Namen. Wir erfuhren viel Interessantes, auch über die hiesige Politik und Gesellschaft.

Nun geht es zurück nach Johannesburg – wenn sie uns dann endlich wollen – und dann weiter nach Port Elisabeth, wo wir zuerst übernachten, das Mietauto erhalten, Sabrinas Geburtstag feiern und dann die Reise durch Südafrika beginnen.

Herzliche Grüsse

Sabrina und Thomas

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